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Der `!Netzstielige Hexen-Röhrling`! (`*Suillellus luridus`*`:cite-ref-vizzini2014b-1-0[`F5bf`_`[1`#cite-note-vizzini2014b-1]`_`f], `F33f`_`[Syn.`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Synonym_(Taxonomie)]`_`f `*Boletus luridus`*) ist eine `F33f`_`[Pilzart`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pilze]`_`f aus der Familie der `F33f`_`[Steinpilzverwandten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Steinpilzverwandte]`_`f (Boletaceae). Die Art bevorzugt kalkhaltige Böden und kann mit vielen `F33f`_`[Höheren Pflanzen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gefäßpflanzen]`_`f eine `F33f`_`[Mykorrhiza`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mykorrhiza]`_`f bilden.
>>Contents
• `F0af`_`[Merkmale`#merkmale]`_`f
• `F0af`_`[Makroskopische Merkmale`#makroskopische-merkmale]`_`f
• `F0af`_`[Mikroskopische Merkmale`#mikroskopische-merkmale]`_`f
• `F0af`_`[Variabilität`#variabilit-t]`_`f
• `F0af`_`[Artabgrenzung`#artabgrenzung]`_`f
• `F0af`_`[Ökologie`#kologie]`_`f
• `F0af`_`[Bedeutung`#bedeutung]`_`f
• `F0af`_`[Quellen`#quellen]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
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>>Merkmale
>>>Makroskopische Merkmale
Der 5–20 cm breite `F33f`_`[Hut`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hut_(Mykologie)]`_`f hat eine halbkugelige bis gewölbte Form und eine wildlederartige, samtig-trockene Oberfläche. Die Hutfarbe reicht von ockerbraun über ziegelrötlich bis dunkeloliv; an den Rändern ist sie oft etwas heller, an Druckstellen dunkelblau.
Die grünlichen bis gelblichen `F33f`_`[Röhren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Röhre_(Mykologie)]`_`f laufen an Druckstellen schnell und intensiv dunkelblau an. Die runden und kleinen Poren bzw. Röhrenmündungen auf der Hutunterseite sind karminrot gefärbt und blauen ebenfalls auf Druck. Der gedrungene `F33f`_`[Stiel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stiel_(Mykologie)]`_`f ist 8–14 cm lang und 2–5 cm breit.`:cite-ref-2[`F5bf`_`[2`#cite-note-2]`_`f]
Der Stiel hat eine gelbliche Grundfarbe und ist mit einem dunklen, aderigen Netz überzogen.
Das `F33f`_`[Fleisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Trama]`_`f des `F33f`_`[Fruchtkörpers`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fruchtkörper]`_`f ist gelb, an der Stielbasis rötlich und oberhalb der Röhren rot. Es verfärbt sich im Anschnitt rasch dunkelblau. Für die Blauverfärbung sind wie bei den meisten Röhrlingen `F33f`_`[Pulvinsäure`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pulvinsäure]`_`f-Derivate verantwortlich. Dies hat aber keinen Einfluss auf die Genießbarkeit. Geruch und Geschmack sind bei frischen Exemplaren nicht sehr ausgeprägt. Das `F33f`_`[Sporenpulver`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sporenpulverabdruck]`_`f ist olivbraun.
>>>Mikroskopische Merkmale
Die länglich spindeligen `F33f`_`[Sporen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Spore]`_`f sind 10–15 Mikrometer lang und 5–7 µm breit.
>>Variabilität
Muñoz (2005) listet in seiner Monografie sechs Varietäten und Formen:`:cite-ref-munoz2005-3-0[`F5bf`_`[3`#cite-note-munoz2005-3]`_`f]
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| Wissenschaftlicher Name | Autorenzitat | Abgrenzung zur Typusvarietät/-form |
|---|---|---|
| Suillellus luridus var. rubriceps | (Maire) Dermek 1987 | Der Hut dieser Varietät ist vollständig rot gefärbt. |
| Suillellus luridus var. erythroteron | (Bezdek) Pilat & Dermek 1974 | Das Fleisch dieser Varietät ist dunkelrot gefärbt und verfärbt sich bei Luftkontakt weinrot. |
| Suillellus luridus var. queletiformis | Blum 1968 | Der Hut dieser Varietät ist orange, orange-ocker oder rot-ocker und die Stielbasis ist innen und außen weinrot gefärbt. |
| Suillellus luridus f. primulicolor | Simonini 1997 | Die Form besitzt einen gelben Hut und Stiel, ausgenommen die rote Stielbasis. |
| Suillellus luridus f. lupinus | Peltereau ex Gilb. 1931 | Der Hut dieser Form ist gelb, gelb-orange, leuchtend orange oder gelb-ocker gefärbt; der Stiel hat eine gelbe, zur Basis hin leicht rötliche Farbe. |
| Suillellus luridus f. lupiniformis | Blum 1968 | Der Hut dieser Form ist blass, gräulich oder blass gelblich gefärbt und rosafleckig. Das zunächst weißlich Fleisch ist später lila oder rosa getönt. |
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>>Artabgrenzung
Der `F33f`_`[Flockenstielige Hexen-Röhrling`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Flockenstieliger_Hexen-Röhrling]`_`f (`*Neoboletus erythropus`*) zeigt auf der Stielrinde keine netzartige Zeichnung, sondern feine rötliche Flöckchen. Eine Verwechslung wäre schadlos, weil der Flockenstielige Hexen-Röhrling als besserer Speisepilz gilt. Noch ähnlicher sieht der Kurznetzige Hexen-Röhrling (`*Suillellus mendax`*) aus, dessen genetzte und zugleich punktierte Stieloberfläche an eine Mischung aus Flockenstieligem und Netzstieligem Hexen-Röhrling erinnert. Außerdem überwiegen auf dem Hut und Stiel rötliche Farbtöne. Mikroskopisch ist die Art durch längere Sporen und eine etwas anders ausgebaute Hutdeckschicht charakterisiert.`:cite-ref-friebes2013-4-0[`F5bf`_`[4`#cite-note-friebes2013-4]`_`f]`:cite-ref-vizzini2014a-5-0[`F5bf`_`[5`#cite-note-vizzini2014a-5]`_`f]`:cite-ref-gminder-6-0[`F5bf`_`[6`#cite-note-gminder-6]`_`f] Von unkundigen Sammlern kann der Netzstielige Hexen-Röhrling mit dem giftigen, aber schon geruchlich abstoßenden und viel selteneren `F33f`_`[Satans-Röhrling`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Satans-Röhrling]`_`f (`*Rubroboletus satanas`*) verwechselt werden. Dieser hat jedoch eine hellere, graue Hutfarbe sowie einen dunkelroten Stiel mit feinem Netz. Außerdem fehlen ihm olivgrünliche Töne und das Fleisch blaut weniger stark.
>>Ökologie
Der Netzstielige Hexen-Röhrling kommt vom Frühsommer bis zum Herbst (Juni–Oktober) häufig unter Laubbäumen (Eichen, Linden und Buchen), in Alleen und Parks mit altem Baumbestand und an Straßenrändern vor. Er ist, da `F33f`_`[kalkliebend`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kalkstet]`_`f, auf eher trockenen, lehmigen und basischen Böden häufig zu finden.
>>Bedeutung
Der Netzstielige Hexen-Röhrling ist roh giftig und gut erhitzt essbar. Es können individuelle Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, insbesondere bei gemeinsamem Verzehr mit `F33f`_`[Alkohol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Alkoholisches_Getränk]`_`f (der Verdacht, dass der Netzstielige Hexenröhrling `F33f`_`[Coprin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Coprin]`_`f enthalten und das `F33f`_`[Coprinus-Syndrom`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Coprinus-Syndrom]`_`f auslösen könnte, bestätigte sich jedoch nicht)`:cite-ref-flammer2008-7-0[`F5bf`_`[7`#cite-note-flammer2008-7]`_`f].
>>Quellen
>>>Literatur
• `F33f`_`[Ewald Gerhardt`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ewald_Gerhardt]`_`f: `*BLV Handbuch Pilze.`* Vierte, durchgesehene Auflage, BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, München 2006, ISBN 978-3-8354-0053-5.
>>>Einzelnachweise
`:cite-note-vizzini2014b-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-vizzini2014b-1-0]`_`f Alfredo Vizzini: `*Index Fungorum no. 188.`* (PDF) 9. September 2014, abgerufen am 20. Januar 2014.
`:cite-note-2`!2.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-2]`_`f `*Netzstieliger Hexenröhrling Suillellus luridus.`* Abgerufen am 10. Juni 2020.
`:cite-note-munoz2005-3`!3.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-munoz2005-3-0]`_`f Jose Antonio Muñoz: Boletus s. l. (excl. Xerocomus). Strobilomycetaceae, Gyroporaceae, Gyrodontaceae, Suillaceae, Boletaceae. In: Fungi Europaei. Band 2. Massimo Candusso, Alassio SV 15. September 2005.
`:cite-note-friebes2013-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-friebes2013-4-0]`_`f Gernot Friebes: Eine kurze Notiz zu Boletus mendax Simonini & Vizzini. In: Der Tintling. Band 85, Nr. 6. Karin Montag, 2013, `F33f`_`[ISSN`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internationale_Standardnummer_für_fortlaufende_Sammelwerke]`_`f 1430-595X.
`:cite-note-vizzini2014a-5`!5.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-vizzini2014a-5-0]`_`f Alfredo Vizzini, Giampaolo Simonini, Enrico Ercole, Samuele Voyron: Boletus mendax, a new species of Boletus sect. Luridi from Italy and insights on the B. luridus complex. In: Mycological Progress. Band 13, Nr. 1, Februar 2014, S. 95–109, `F33f`_`[doi`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Digital_Object_Identifier]`_`f:10.1007/s11557-013-0896-4.
`:cite-note-gminder-6`!6.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-gminder-6-0]`_`f `F33f`_`[Andreas Gminder`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Andreas_Gminder]`_`f: `*Schlüssel der rotporigen Röhrlinge.`* (PDF; 105 kB) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. September 2010; abgerufen am 25. Februar 2014.
`:cite-note-flammer2008-7`!7.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-flammer2008-7-0]`_`f René Flammer: Boletus torosus – Coprin und Alkohol. In: Schweizerische Zeitschrift für Pilzkunde. Band 4, 2008, S. 146–147 (online [PDF; 1,2 MB]).
>>Weblinks
Commons
: Netzstieliger Hexen-Röhrling (
Suillellus luridus
)
– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Netzstieliger Hexenröhrling
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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